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Montag, den 26. Juni 2017

AS-Fonds

Anlegen für das Alter


Wer speziell etwas für die Altersversorgung in Form von Aktienfonds unternehmen möchte, kann hierfür einen so genannten Altersvorsorge-Sondervermögen-Fonds nutzen, der in der Regel als AS-Fonds bezeichnet wird. Diese spezielle Fondsart wurde 1998 in Deutschland erstmals zugelassen und Anleger finden heutzutage bei vielen Fondsgesellschaften solche Finanzprodukte vor. Im Aufbau erinnern sie an einen herkömmlichen Mischfonds. So werden die Gelder in Aktien, Anleihen und Immobilien angelegt. Je nachdem wie das Risikoprofil eines AS-Fonds ausfällt, schwankt auch der Anteil der genannten Anlageklassen. Eine finanzielle Förderung vom Staat erhält man bei einem Investment in diese Gruppe von Investmentfonds aber nicht. Daneben kann man natürlich einen AS-Fonds auch ganz regulär als Investmentfonds, beispielsweise in Form einer Einmalanlage nutzen.
 
Gesetzliche Kriterien für AS-Fonds
 
Der Gesetzgeber hat an die Bezeichnung als AS-Fonds verschiedene Bedingungen geknüpft, die über die normalen Anforderungen an einen Investmentfonds hinausgehen. Hierzu gehört unter anderem:
 
1. AS-Fonds müssen wenigstens 51 % der Fondsgelder investieren.
2. Aktien oder Beteiligungen dürfen maximal 75 % und mindestens 21 % am Fonds ausmachen.
3. Anteil von Immobilien darf maximal 30 % im Fonds erreichen.
4. Währungskursrisiko ist auf maximal 30 % der Fondsgelder begrenzt.
5. Gewinne werden nicht ausgeschüttet sondern wieder angelegt.

 
Umtauschmöglichkeit am Ende der Laufzeit eines AS-Fonds
 
Neben den bisher genannten Kriterien müssen die Anbieter eines AS-Fonds auch die Option für Anleger bereithalten, dass die Anteile nach 75 % der Laufzeit in weniger risikoreiche Anteile umgetauscht werden können. Beispielsweise lassen sich so Aktien in eher sichere Anlagen wie Anleihen tauschen, wodurch die Wertschwankung minimiert wird und der Ertrag des Aktienfonds besser abgesichert werden kann.
 
Sparplan oder Einmalanlage
 
Damit sich ein Aktienfonds AS-Fonds nennen darf, muss er ferner auch die Möglichkeit anbieten, dass man bei einer Anlage zwischen den Varianten Einmalanlage und Sparplan entscheiden kann. Die Vorgaben für die Sparpläne sind genau definiert, so müssen sie mindestens 18 Jahre Laufzeit besitzen oder bis zum 60. Lebensjahr angeboten werden. Als Anleger muss man wiederum mindestens einmal im Jahr einen Betrag in dem AS-Fonds anlegen. Die Höhe der gekauften Anteile ist nicht vorgegeben und kann jederzeit verändert werden. Kündigen kann man den Sparplan mit einer Frist von 3 Monaten bis zum Quartalsende. Wer arbeitslos oder erwerbsunfähig ist, kann den Vertrag auch mit einer geringeren Frist von 4 Wochen bis zum Monatsende hin kündigen. Positiv ist, dass den Anlegern im Falle einer Arbeitslosigkeit das Vermögen im AS-Fonds nicht auf eventuelle Sozialtransfers angerechnet wird, da es sich um ein so genanntes Schonvermögen handelt, das eben für die Altersversorgung gedacht ist. Die jeweils angelegte Summe lässt sich am Ende der Laufzeit entweder einmalig auszahlen oder als monatliche Raten, letztgenannte Möglichkeit wird auch als Verrentung bezeichnet.
 
Keine Garantie für Anleger
 
Auch wenn die AS-Fonds durch die strengen gesetzlichen Bestimmungen weniger riskant sind als normale Aktienfonds, eine Garantie auf die eingezahlten Beträge erhält man bei dieser Form der Geldanlage nicht. Zwar haben einige Fondsgesellschaften mittlerweile angekündigt, nach einer Laufzeit von wenigstens 10 Jahren eine solche Garantie zu gewähren, in den aktuellen Geschäftsbedingungen ist dieser Punkt noch nicht verankert. Die Fonds sind also wie jeder andere Investmentfonds den Wertschwankungen an den Börsen und Rentenmärkten ausgesetzt. Zudem können die Anlagen nicht als Sonderausgaben bei den Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden, wie man es von anderen Altersvorsorge-Angeboten kennt. Auch werden die Erträge aus einem AS-Fonds steuerlich nicht begünstigt. Trotzdem sind die AS-Fonds für die Altersvorsorge durchaus empfehlenswert. Langfristig haben Investments in Aktien in der Vergangenheit einfach immer noch die besten Renditen erwirtschaftet, weshalb man diesen Fakt auch für die Altersvorsorge nutzen kann.

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