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Donnerstag, den 19. Oktober 2017

Schiffsbeteiligungen

Langfristiges Investment


Besonders beliebt innerhalb der Gruppe der geschlossenen Fonds sind die Schiffsbeteiligungen. Nach den Immobilienfonds rangieren sie in der Gunst der Anleger auf dem zweiten Rang und können rund 30 % aller Anlegergelder im Bereich der geschlossenen Fonds auf sich vereinen. Mit dieser Form der Geldanlage, die oftmals auch als Schiffsfonds bezeichnet wird, investiert man in den Kauf, den Neubau oder auch einfach in den Betrieb eines Seeschiffes. Durch die Globalisierung erfreut sich der Transport von Waren oder Rohstoffen über die Weltmeere einer stetigen Zunahme. Zwar wurde der Trend durch die Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008/2009 gebremst, an der langfristig positiven Perspektive lässt sich aber festhalten. Beitreten kann man einem Schiffsfonds nur während des Platzierungszeitraumes, in dem die Anlegergelder für ein bestimmtes Projekt gesammelt werden. Nach dieser Phase ist die Schiffsbeteiligung geschlossen.
 
Schiffsarten bei einer Schiffsbeteiligung
 
Als Anleger kann man in unterschiedliche Arten von Seeschiffen mittels der Schiffsbeteiligung investieren. In der Praxis lassen sich vor allem die folgenden Typen vorfinden:
 
  • Containerschiffe
  • Tankschiffe
  • Massengutfrachter (Bulker)
Schaut man sich die Verteilung der Schiffstypen unter den Schiffsbeteiligungen genauer an, kann man feststellen, dass Containerschiffe die Grundlage für die meisten Schiffsbeteiligungen auf dem Markt darstellen. Gefolgt werden sie von den Tankerschiffen, beispielsweise Rohöltanker oder Chemikalientanker. Den geringsten Marktanteil unter den oben aufgelisteten Schiffstypen haben schlussendlich die Massengutfrachter, allerdings nimmt ihr Anteil am Markt immer mehr zu. Große und erfahrene Akteure auf dem Markt für Schiffsbeteiligungen sind beispielsweise die folgenden Anbieter:
 
  • MPC Capital
  • HCI Capital
  • Dr. Peters
  • Lloyd Fonds
Wie entsteht die Rendite bei einer Schiffsbeteiligung?
 
Als Anleger erhält man bei einer Schiffsbeteiligung eine bestimmte jährliche Rendite, die sich aus der Vercharterung des Schiffs ergibt. So vermietet die Fondsgesellschaft als Eigentümer das jeweilige Schiff an eine Reederei und kassiert dafür Chartereinnahmen. Diese Einnahmen werden nach dem Abzug von allerlei Kosten, wie Schiffsbetriebs- und Managementkosten oder auch Verwaltungsentgelten, an die Fondsmitglieder - sprich an die Anleger – ausgezahlt. Wie bei jedem geschlossenen Fonds ist man als Fondsanleger gleichzeitig Miteigentümer an dem geschlossenen Fonds bzw. dem Gesellschaftskapital. Die offizielle Bezeichnung hierfür lautet Kommanditist und in der Regel besitzen die Fonds den rechtlichen Status einer GmbH & Co. KG. Als Anleger sollte man sich bei einem Investment immer im Klaren sein, dass eine Rendite nicht garantiert ist. Infolge der Finanzkrise war sogar vereinzelt der Totalverlust mancher Schiffsbeteiligung zu beobachten.

 
Schiffsbeteiligungen verlangen langen Atem
 
Zudem handelt es sich bei Schiffsbeteiligungen immer um langfristige Geldanlagen, im Durchschnitt haben diese Fonds eine Laufzeit von 10 bis 25 Jahren. Während dieser Zeit kann man seine Anteile nicht wieder an die Fondsgesellschaft zurückgeben. Wer sich trotzdem aus dem Investment verabschieden möchte, kann dafür lediglich den Zweitmarkt für Schiffsbeteiligungen nutzen. Dort lassen sich Anteile an Privatpersonen oder Fondsgesellschaften verkaufen. Allerdings sind die Preise auf diesen vergleichsweise gering liquiden Märkten stark schwankend.
 
Steuerlicher Vorteil der Schiffsbeteiligung
 
Wie beschrieben ist das Investment in eine Schiffsbeteiligung rechtlich eine unternehmerische Tätigkeit und wird dementsprechend versteuert. Um die heimische Schiffsindustrie zu unterstützen, hat der Staat dafür sehr attraktive steuerliche Möglichkeiten entwickelt. Die Rede ist von der so genannten Tonnagegewinnermittlung, umgangssprachlich auch als Tonnagesteuer bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Regelung, die es grob gesagt erlaubt, einen pauschalen Steuersatz zu entrichten, der unabhängig vom realen Gewinn oder Verlust des jeweiligen Schiffes berechnet wird. Herangezogen wird dabei die Größe des Schiffes, konkret die Nettoraumzahl. In der Regel fallen mit dieser Abrechnung wesentlich geringe Steuern an, verglichen mit einer Besteuerung der tatsächlichen Einnahmen. Damit eine Fondsgesellschaft und deren Mitglieder diese Gewinnermittlung nutzen können, müssen aber bestimmte Kriterien erfüllt werden:
 
1. Die Reederei des Schiffes muss ihren Hauptsitz in Deutschland führen.

2. Die Geschäftsleitung des Fonds muss ebenfalls in Deutschland beheimatet sein.

3. Das jeweilige Schiff muss im deutschen Seefahrtsregister geführt werden.

4. Das Schiff muss im internationalen Verkehr eingesetzt werden.
 
Kreuzfahrtschiffe als neue Form der Schiffsbeteiligung
 
Ein wichtiger Trend im Segment der Schiffsbeteiligungen sind die Kreuzfahrtschiffe. Durch den positiven Imagewandel den Kreuzfahrten in den letzten Jahren erlebt haben, wird der Bedarf an solchen Schiffen immer größer. Dadurch steigt auch die Anzahl von Fondsangeboten, die sich um den Bau und den Betrieb von Kreuzfahrtschiffen drehen. Als Anleger kann man hierbei mittlerweile aus einer schnell wachsenden Angebotspalette auswählen.
 

Weitere Informationen zum Thema Schiffsbeteiligungen:

Schiffsbeteiligungen - Zweitmarkt nutzen

 

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