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Montag, den 26. Juni 2017

Wandelanleihe

Wandelanleihen bieten eine Flexibilität für Anleger


Schon der Name macht klar, Wandelanleihen sind anpassungsfähige Wertpapiere. Anleger können mit ihnen einen festen Zinssatz einstreichen und wenn sie wollen, die Papiere auch während der vereinbarten Laufzeit in Aktien umtauschen. Über einen mangelnden Absatz können sich Wandelanleihen nicht beschweren, so wurden im Jahr 2009 weltweit mehr als 20 Milliarden Dollar mit ihnen umgesetzt. Dass die Anleihen sehr erfolgreich sind, beweist auch die Tatsache, dass sie sich in den vergangenen 10 Jahren durchschnittlich besser entwickelt haben als Aktien oder normale Rentenpapiere.
 
Wandelanleihen – Niedriger Zins aber Anrecht auf Aktien
 
Als erstes einmal ist die Wandelanleihe eine ganz normale Unternehmensanleihe im Hinblick darauf, dass sich Unternehmen mit ihr finanzielle Mittel verschaffen und der Anleger einen festen Zinssatz erhält. Dieser fällt bei der Wandelanleihe aber geringer aus, verglichen mit einer herkömmlichen Unternehmensanleihe. Zahlt beispielsweise ein Unternehmen für die eigene konventionelle Anleihe 7 % an jährlichen Zinsen, erhält man für die Wandelanleihe mit der gleichen Laufzeit eventuell nur 5 %. Dafür bietet die Wandelanleihe die Möglichkeit, dass man als Anleger das Papier in Aktien „wandelt“. Der Preis für die Aktien wird zu Beginn der Laufzeit der Anleihe festgelegt. Steigt beispielsweise der Kurs der Aktien des Unternehmens über den vereinbarten Aktienkaufkurs, lohnt sich natürlich die Umwandlung der Papiere, denn diese kann man danach zum höheren Aktienkurs wieder verkaufen. Fällt andersherum der Aktienkurs, behält man einfach die Papiere in der Form der Anleihe mit festem Zinssatz und einer Rückzahlung des Nominalwerts am Laufzeitende. Beachten muss man aber, dass auch Wandelanleihen das Risiko besitzen, dass das herausgebende Unternehmen die Anleihe aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten nicht mehr bedienen kann.

 
Pflichtumwandlung als Sonderfall beachten
 
Bei einigen Wandelanleihen muss man als Anleger aber besonders aufpassen, denn sie beinhalten eine so genannte Pflichtumwandlung. Dies bedeutet nicht weniger, als dass der Anleger die Wandelanleihe während der Laufzeit umwandeln muss. Hier besteht also keine Freiwilligkeit mehr, sollte der Kurs in diesem Fall nicht steigen sondern fallen, sind solche Umwandlungen zwangsläufig mit einem Verlust für den Anleger verbunden.
 
Vorteil einer Wandelanleihe zur Aktienanleihe
 
Als Anleger erwirbt man bei einer Wandelanleihe im Gegensatz zur Aktienanleihe den wichtigen Vorteil, dass man die Entscheidung zur Umwandlung aber normalerweise eben selbst fällt. Dies ist bei einer Aktienanleihe genau umgekehrt, hier kann der Emittent, also die Bank, entscheiden. Dadurch entstehen für Anleger oftmals Verluste, denn die Bank wird sich bei steigenden Kursen immer für die Auszahlung des Nominalwerts entscheiden und bei fallenden Kursen für die Andienung der Aktien. Als Anleger sollte man diesen Pluspunkt der Wandelanleihen immer im Auge behalten, auch wenn die Basisverzinsung bei Aktienanleihen bekanntermaßen sehr hoch ist.
 
Wandelanleihen-Fonds nutzen
 
Als privater Anleger hat man bei vielen Emissionen von Wandelanleihen einen entscheidenden Nachteil zu institutionellen Anlegern. Durch die oftmals sehr hohe Stückelung der Wandelanleihen wird das Investment enorm teuer oder mitunter unbezahlbar, wenn eine solche hohe Mindestanzahl an Wandelanleihen abgenommen werden muss. Um dies zu vermeiden, bietet es sich an, dass man stattdessen auf Wandelanleihen-Fonds zurückgreift, die auch aufgrund der gebotenen Diversifizierung ratsamer sind, verglichen mit einem hohen Investment in eine einzelne Wandelanleihe. Als Anleger kann man heutzutage aus einer Vielzahl solcher Fonds auswählen, die sich durch unterschiedliche Ausrichtungen kennzeichnen:
 
1. Konservative Fonds: Hier werden nur Wandelanleihen von Unternehmen ausgewählt, die sich durch eine sehr gute oder gute Bonität auszeichnen.
2. Chancenreiche Fonds: Diese Fonds investieren verstärkt in Wandelanleihen, die von Emittenten mit einer minderen Qualität stammen.
3. Regional ausgerichtete Fonds: Bei dieser Variante setzt das Fondsmanagement auf Wandelanleihen, die überwiegend nur aus einer bestimmten Region kommen, wie beispielsweise Europa oder Asien.

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