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Mittwoch, den 07. Dezember 2016

Lebensversicherung

 
Die Lebensversicherung unterliegt in Deutschland dem Versicherungsrecht. Als Individualversicherung gehört sie zu der Gruppe der Personenversicherungen. Ihre Aufgabe ist es, dass biometrische Risiko des Versicherungsnehmers in wirtschaftlicher Hinsicht abzusichern. Hinsichtlich des biometrischen Risikos kann bei der Lebensversicherung zwischen dem Todesfall oder der Langlebigkeit der Versicherungsnehmer unterschieden werden. Im Rahmen des Versicherungsvertrages wird zwischen dem Versicherer und dem Versicherungsnehmer eine Versicherungsleistung vereinbart. Diese Versicherungsleistung wird im Versicherungsfall an den Versicherten oder an einen Bevollmächtigten geleistet.

 
Bei der Lebensversicherung muss in Deutschland zwischen zwei verschiedenen Formen differenziert werden. Neben der Todesfallversicherung kann eine Erlebensfallversicherung genannt werden. Die Lebensversicherung muss hinsichtlich ihres Aufbaus deutlich von den deutschen Sozialversicherungen getrennt werden. Einer der bedeutendsten Unterschiede ist der bestehende Versicherungsbetrag bei dieser Individualversicherung. Die Versicherungsverträge werden ausschließlich als Summenversicherungen abgeschlossen, da es zur Vereinbarung einer einmaligen finanziellen Versicherungsleistung kommt. Hierbei nimmt die Höhe des eigentlichen Schadens keinerlei Einfluss auf die Versicherungsleistung. Basierend auf den Verträgen der Lebensversicherung kann zwischen verschiedenen Konzeptionen und Formen unterschieden werden. Neben der Kapitallebensversicherung werden häufig auch Erwerbsunfähigkeitsversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen zu dieser Versicherungsform gezählt. Infolge dessen muss auch eine private Rentenversicherung als Lebensversicherung bezeichnet werden.
 
Basierend auf den Grundlagen des deutschen Versicherungsrechts werden die Formen der Lebensversicherung anhand von grundlegenden Kriterien gegliedert. Die Differenzierung erfolgt nach der Gestaltung des Versicherungsfalls. Somit muss zwischen der Todesfallversicherung, der Erlebensfallversicherung, der Berufsunfähigkeitsversicherung, der Aussteuerversicherung und der Sterbegeldversicherung unterschieden werden. Zu den bekanntesten Formen und ebenso häufigsten Verträgen gehört heute die Erlebensfallversicherung.
 
Die Prämien der Lebensversicherung werden monatlich an den Versicherer geleistet. Sie richten sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und der Laufzeit des Vertrages. Durch die monatlichen Einzahlungen bilden die Versicherungsunternehmen ein befristetes Kapital. Als Grundlage für die Kapitalbildung werden verschiedene Anlagenformen genutzt. Im Wesentlichen konnten sich neben den Aktienfonds auch die Investmentfonds durchsetzen. Durch die Verwendung beider Kapitalanlagen unterliegt eine Lebensversicherung entsprechenden Schwankungen. Da es sich um eine langfristige Anlage des Kapitals der Versicherungsnehmer handelt, machen sich Schwankungen dieser Art in erster Linie bei den Rückkäufen bemerkbar. Bei der Lebensversicherung wird nicht von einer Kündigung gesprochen. Möchten die Versicherungsnehmer den bestehenden Vertrag auflösen, müssen sie den Rückkauf der Leistung mit dem Versicherer beantragen. Bei einem Rückkauf der Lebensversicherung muss jedoch mit erheblichen finanziellen Einbußen gerechnet werden. Besonders wage sind zudem die Risikolebensversicherungen. Bei Verträgen dieser Art erfolgt nur eine vorrübergehende Kapitalbildung.
 
Die Lebensversicherung wird deutschlandweit von den meisten Versicherungsunternehmen angeboten. Für viele Menschen dient sie der individuellen Altersvorsorge. Andere hingegen schließen sie ausschließlich für die Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall ab. Durch die Versicherungssumme sollen im Fall des Ablebens sowohl die Kosten für die Bestattung als auch die existenzielle Sicherung der Familie gedeckt werden.
 
Einzelne Lebensversicherungen sind von dem Staat als förderfähig eingestuft wurden. Bei einer solchen Lebensversicherung handelt es sich unter anderem um die Direktversicherung. Als weiteres Beispiel kann die Rürup Rente genannt werden. Eine förderfähige Lebensversicherung wird durch den Staat durch jährliche Zulagen gefördert, die der Unterstützung der Kapitalbildung dienen sollen. Zu den bekanntesten Formen einer solchen Lebensversicherung muss die Riester Rente gezählt werden. Alle Formen dieser Individualversicherung können sowohl von Arbeitnehmern als auch von Selbstständigen, Freiberuflern und Gewerbetreibenden abgeschlossen werden.
 

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