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Donnerstag, den 19. Oktober 2017

Sparbrief

Sparbrief – langfristig sichere Rendite

 
Der Begriff der Attraktivität einer Sparanlage ist derzeit durchaus ein viel diskutiertes Reizthema bei den Verbrauchern. Vor allem jene, die vor einigen Monaten mit Festgeld- und Tagesgeldkonten noch jährliche Zinssätze von mehr als fünf Prozent für sich nutzen konnten, sind von der aktuellen Lage bei den Geldanlagen alles andere als positiv überrascht.
Eines der interessanten Modelle einer Geldanlage ist für einen Großteil der Anleger dieser Tage wieder der so genannte Sparbrief. Insbesondere deshalb das Finanzprodukt in seiner Form vor allem auf Sicherheit für Kapital und Rendite gleichermaßen ausgelegt ist.

 
Erworben werden können Sparbriefe von Verbrauchern bis auf wenige Ausnahmen bei allen Banken und anderen Finanzdienstleistern. In Zeiten sinkender Zinssätze in den meisten anderen Bereichen der Geldanlagen für Durchschnittsverdiener gelangt der Sparbrief allmählich wieder ins Blickfeld der Sparer. Dabei ist es wohl eher die langfristige Zinsbindung, die Verbraucher von diesem Modell überzeugt. Denn systembedingt sinken auch die Sparbrief-Zinsen, wenn auf dem Markt für Geld- und Kapitalanlagen bei den Zinsen ein allgemeiner Abwärtstrend zu beobachten ist. Da dies momentan der Fall ist, scheinen die Interessen der Bankkunden also in anderen Bereichen zu liegen.
Definition des Modells Sparbrief und finanzieller/zeitlicher Aufwand für Interessenten. Seinen Namensbestandteil „Brief“ trägt der Sparbrief aus gutem Grund: So erhalten die Käufer nach dem Erwerb eine Urkunde. Auf diesem Dokument finden sich Informationen zum Kaufpreis des jeweiligen Sparbriefs sowie das Datum, zu dem der Beitrag von der Bank als verbrieftes Kundenrecht von der Bank ausgezahlt werden muss. Vorteilhaft bei den Sparbriefen ist vor allem die Möglichkeit, die Höhe individuell festzulegen und die Konditionen somit auf die eigenen finanziellen Voraussetzungen abzustimmen.
 
So entfällt einerseits die Wartezeit, bis die nötigen Mittel wie bei anderen Geldanlagen die Mittel zusammengespart sind. Andererseits können auch Kleinanleger schon mit einem Sparbrief Rendite erzielen. Häufig dient der Sparbrief Bankkunden als ergänzende Anlageform zum Tagesgeldkonto, weil sowohl kurzfristige Zinsveränderungen genutzt werden können, während der Brief langfristig Festzinssätze sichert.
 
Langfristig – dies bezieht sich beim Sparbrief im Normalfall auf Laufzeiten zwischen 12 Monaten und zehn Jahren. Ein wesentlicher Terminus in diesem Zusammenhang ist der Nennwert. Dieser bezeichnet wahlweise den Betrag, der angelegt wurde oder der zum Fälligkeitstermin auszuzahlen ist. Ein Vorteil für die Anleger mit Interesse an einem Sparbrief-Kauf ist die Möglichkeit, zu ausnahmslos jedem Augenblick zu einer Bank gehen zu können, um dort einen Sparbrief zu erwerben. Zeitliche Vorgaben gibt es hier somit ebenso wenig wie bei den zu leistenden Mindesteinlagen vom Kunden.
 
Zinsunterschiede bei den verschiedenen Sparbriefformaten
 
Unterschieden wird im Bereich der Geldanlage Sparbrief zwischen dem ausschüttenden Format auf der einen Seite und den Formaten mit Zinsauf- bzw. Abschüttung. Wie der Name bereits erkennen lässt, erhalten die Sparbrief-Eigentümer in den beiden letzteren Fällen ihre Zinsen in Form einer einmaligen Auszahlung nach Ablauf der Laufzeit.
Hierbei wird bei der Abschüttung auf Basis des gültigen Zinssatzes eine Differenz zwischen dem später von der Bank zu leistenden Rückzahlungspreis und dem Kaufpreis für den Kunden kalkuliert. Im Beispiel sieht dies etwa so aus, dass der Verbraucher einen Sparbrief mit einem Nennwert von 1000 Euro bei einer Bank erwirbt.
Von diesem Nennwert wird der vereinbarte Zinssatz die Laufzeit betreffend abgezogen, so dass der Kunden entsprechend weniger für den Sparbrief bezahlt, am Ende jedoch den Nennwert erhält.
Wählt der Anleger die Zinsaufschüttung (aufgezinster Sparbrief), werden meist „runde“ Summen angelegt, bei denen am Ende der Laufzeit die gesamten Zinserträge aufgerechnet werden. Es erfolgt also im Grunde eine Ansammlung der anfallenden jährlichen Zinssätze, die später dann als Ganzes ausgeschüttet werden.
 
Alternativ können sich Sparbrief-Interessenten wie erwähnt auch für die jährliche Verszinsung über die gesamte Dauer entscheiden. Bei dieser Vorgehensweise erhalten die Bankkunden den üblichen Nominalzins, das Modell wird im Fachjargon als ausschüttender Sparbrief bezeichnet. Finanzexperten raten Anlegern beim Sparbrief eher zum Format mit Auf- bzw. Abschüttung. Denn bei diesen Ansätzen profitieren Sparer zusätzlich vom so genannten Zinseszinseffekt, da die Anbieter die Sparbrief-Rendite bis zum endgültigen Zahlungstermin für sich verwenden können.
 
Wichtige Auswahlkriterien vor dem Vertragsabschluss
 
Auch wenn vor allem unerfahrene Anleger der Meinung sein mögen, die Unterschiede bei den Sparbrief-Renditen seien sicher eher unerheblich: Dies ist eine gravierende Fehleinschätzung, die bei den Zinsen ab einer gewissen Einlagensumme schwer wiegende Auswirkungen haben kann. Der Vergleich möglichst vieler Sparbrief-Angebote bei unterschiedlichen Bankenhäusern ist durchaus ratsam. Die Konditionen unterscheiden sich mitunter deutlich. So ist leicht erkennbar, dass Kunden ohne ausführliches Abgleichen der Angebote bei langen Sparbrief-Laufzeiten erhebliche Zinserträge schlichtweg verschenken. Steuerliche Verpflichtungen entstehen beim Sparbrief übrigens grundsätzlich zum Zeitpunkt der Zinserstattung.


Sinnvolle Investitionssummen festlegen – auch bei lukrativen Zinsmöglichkeiten
 
Wichtig ist die Einsicht, dass Sparbriefe zwar beliehen, aber eben nicht auf dem Börsenparkett veräußert werden können. Dies ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der festverzinsten Sparbriefe zu anderen Geldanlagemodellen. Diese Tatsache sollte sich auf die Höhe der Investitionssumme auswirken. Denn es entstehen den Verbrauchern zwar meist keine Kosten für die anstehende Auszahlung durch die Bank oder für den Kauf. Wer jedoch als Anleger dringend sein Geld braucht und aus diesem Grund seinen Sparbrief beleiht, muss sich mit Sollzinsen arrangieren, die deutlich über den eigenen Erträgen liegen.
So verlockend es der höheren Rendite wegen also sein mag, die Laufzeiten bis zum Äußersten auszureizen und den Anlagebetrag höher als zunächst geplant festzulegen. Mit Geldern, die möglicherweise vorzeitig wieder benötigt werden könnten, sollten Anleger auch beim Sparbrief vorsichtig sein. Etwas auf der hohen Kante zu behalten, ist möglicherweise sinnvoller, als alle verfügbaren Reserven langfristig in einem Sparbrief anzulegen.
 


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