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Mittwoch, den 23. August 2017

Mischfonds

Flexible Kombination aus Aktien und Anleihen


Immer wenn es besonders turbulent an den Aktienmärkten zugeht, greifen viele Anleger zu einem Mischfonds. Dies liegt daran, dass diese Investmentfonds nicht nur auf Aktien setzen, sondern auch auf festverzinsliche Wertpapiere, wie Anleihen. Zudem wird ein geringer Teil des Fondsvermögens in liquider Form bereitgehalten. Die Auswahl an Mischfonds ist sehr groß, weshalb man eher risikovollere oder auch sehr sicherheitsorientierte Produkte kaufen kann. In den vergangenen 5 Jahren fuhr man mit Mischfonds sehr gut, denn in dieser Rückschau haben Mischfonds besser abgeschnitten als der DAX. Außerdem sind sie mit einem niedrigeren Risiko versehen, da Kursschwankungen weniger heftig ausfallen, verglichen mit reinen Aktienfonds.
 
Anpassungsfähigkeit der Mischfonds
 
Ein großer Vorteil der gemischten Fonds ist die Möglichkeit, durch die beiden unterschiedlichen Anlageklassen auf den aktuellen Börsenmarkt schnell zu reagieren. Steigen die Kurse, kann der Mischfonds seinen Aktienanteil erhöhen und so die Kursgewinne mitnehmen. Fallen andererseits die Kurse, wird das Fondsmanagement verstärkt in Anleihen investieren und das Geld somit vor Kursverlusten schützen. Ist der Börsenverlauf wiederum seitwärts gerichtet, lassen sich durch die Anleihen trotzdem Gewinne einstreichen.
 
Arten von Mischfonds
 
Als Anleger kann man sehr unterschiedliche Mischfonds kaufen. Wer es eher riskanter angehen möchte, greift am besten zu Mischfonds, die eine hohe Aktienquote besitzen. Andersherum sind sicherheitsbedachte Anleger mit Mischfonds, die eine stärkere Gewichtung auf Anleihen besitzen, besser beraten. Grob kann man bei den Fondsgesellschaften aber 3 Haupttypen von Mischfonds entdecken:

  • Defensiv: Quote an Aktien ist meist auf maximal 30 % begrenzt, zudem kann der Aktienanteil auch auf 0 % heruntergefahren werden
  • Ausgewogen: Aktien und Anleihen sind weitestgehend ausbalanciert
  • Aggressiv: Anteil an Aktien ist in der Regel auf mindestens 70 % taxiert

 
Targetfonds als spezielle Form des Mischfonds
 
Während herkömmliche Mischfonds, egal ob eher aggressiv, ausgewogen oder defensiv, keine feste Laufzeit besitzen, weisen die Targetfonds als Spezialfall diese Eigenschaft auf. Im Mittelpunkt steht dabei das Ende der Laufzeit, an dem ein bestimmtes Renditeziel erreicht werden soll. Durch diese Vorgabe legen die Fondsmanager das Anlagegeld zu Beginn der Laufzeit eher in Aktien an und weniger in Anleihen. Nähert sich der Mischfonds seinem Laufzeitende wird genau andersherum agiert, damit das Kapital bestmöglich gesichert wird. Anleger finden auf dem Markt für Targetfonds mittlerweile ein recht großes Angebot vor, dass sich vor allem in der gewünschten Laufzeit der Fonds unterscheidet.
 
Vorsicht bei neuen Formen von Mischfonds
 
In der Praxis lassen sich zunehmend auch neue Arten von Mischfonds entdecken. Diese setzen nicht nur auf einen Mix von Aktien und Anleihen, sondern nehmen noch weitere Anlageklassen wie beispielsweise Rohstoffe in das Fondsportfolio auf. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man im Zusammenhang von solchen Investmentfonds auch von innovativen Mischfonds, weitere geläufige Bezeichnungen sind Multi Asset Fonds oder Superfonds. Als Anleger sollte man bei diesen Finanzprodukten aber besonders vorsichtig sein, denn das positive Merkmal der klassischen Mischfonds, die einfache Struktur und Transparenz durch den klaren Aufbau aus Aktien und Anleihen geht hierbei verloren.
 
Anlegertipps zu Mischfonds
 
1. Als Anleger sollte man sich vor der Entscheidung für einen Mischfonds immer überlegen, wie viel Risiko man mit der Geldanlage eingehen möchte. Da Mischfonds wie gesehen in der Ausrichtung stark variieren, muss man sich vor dem Kauf von Anteilen über die Anlagephilosophie des Fondsmanagements genau informieren. Diese gibt Auskunft, wann und nach welchen Entscheidungspunkten die jeweiligen Umschichtungen von Aktien oder Anleihen vorgenommen werden.
 
2. Außerdem ist es ratsam darauf zu achten, dass das Fondsmanagement zweigeteilt ist, also Verantwortliche für den Aktienmarkt und den Anleihenmarkt jeweils gesondert arbeiten. Dies ist wichtig, denn beide Anlageklassen sind natürlich sehr unterschiedlich und komplex. In der Regel ist deshalb besser, wenn der Fonds von absoluten Spezialisten auf dem jeweiligen Anlagenfeld betreut wird.


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