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Donnerstag, den 19. Oktober 2017

Garantiefonds

Sicherheit auf Kosten der Rendite


Ein Garantiefonds gibt wie der Name bereits verrät das Versprechen ab, dass man als Anleger am Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit entweder eine bestimmte Rendite oder zumindest einen begrenzten Verlust mit dem Fonds erzielt. Speziell in turbulenten Börsenzeiten sind die Produkte gefragt, geben sie doch dem Anleger ein gewisses Maß an Sicherheit. Allerdings ist die erwähnte Garantie nicht umsonst, denn die Aktienfonds erzielen weniger Rendite als vergleichbare Produkte ohne Garantieerklärung.
 
Aufbau der Garantiefonds
 
In der Regel investiert ein Garantiefonds wie ein sehr konservativer Mischfonds. Dies bedeutet er legt die Fondsgelder sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere an. Die Anleihen sind besonders wichtig und nehmen den überwiegenden Fondsanteil ein, denn dadurch kann das Fondsmanagement die vereinbarte Rückzahlung der Anlagegelder besser gewährleisten, als mit schwankungsanfälligen Aktien. Oftmals nutzen die Fondsgesellschaften hierfür vor allem so genannte Nullkuponanleihen mit einer sehr guten Bonität, bei diesen wird am Ende der Laufzeit lediglich der Nennwert der Anleihe ausgezahlt. Eine Verzinsung, die sonst bei Anleihen üblich ist, entfällt bei dieser Art der Anleihe.
 
Höhe der Garantie und Sicherheit der Anlagegelder
 
Die Garantie liegt in der Regel zwischen 80 und 100 % der angelegten Gelder. Die Form, dass eine bestimmte Rendite garantiert wird ist weit weniger verbreitet. Als Anleger hat man bei einem Garantiefonds wie bei anderen Investmentfonds die Gewissheit, dass die Gelder als Sondervermögen verwahrt werden. Sollte die Fondsgesellschaft also insolvent gehen, sind die Geldanlagen bei einem Garantiefonds ebenfalls vor einem Ausfallrisiko geschützt. In der Praxis lassen sich sowohl offene als auch geschlossene Garantiefonds entdecken.
 
Garantie gilt nicht immer bei offenen Garantiefonds
 
Zwar kann man als Anleger bei einem offenen Garantiefonds die Anteile jederzeit veräußern, doch meistens gilt die gegebene Garantie nur für bestimmte Daten. Beispielsweise wird die Garantie nur am Geschäftsjahresende gewährt. Da es sich um einen normalen Investmentfonds handelt, können die Anteile in ihrem Wert aber steigen oder fallen. Deshalb sollte man sich bei einem solchen Schritt informieren, ob ein geplanter Verkauf aktuell günstig ist. Stehen die Anteile im Minus ist es besser, sofern man das Geld nicht dringend benötigt, einen späteren Verkaufstermin an dem die Anteile eventuell wieder gestiegen sind, abzuwarten. Das Datum für die Garantie wird bei Garantiefonds ohne Laufzeitbegrenzung regelmäßig neu festgelegt. Hierbei wird ein neuer Tag von Seiten des Fondsmanagements verkündet, an dem die Garantie gewährt wird.

 
Garantie nur am Laufzeitende bei geschlossenen Garantiefonds
 
Bei einem geschlossen Garantiefonds können die Anteile wiederum nur am Ende der Laufzeit mit einer Garantie verkauft werden. Wenn man vorher die Anteile verkaufen will, ist hierbei mit Abschlägen zu rechnen. Geschlossen Garantiefonds funktionieren ansonsten wie herkömmliche geschlossene Fonds, dies bedeutet, dass man Anteile nur in einem bestimmten Zeitraum am Beginn der Laufzeit des Fonds erwerben kann.
 
Garantiefonds mit Höchststandsicherung
 
Diverse Fondsgesellschaften haben das Konzept der Garantiefonds aber mittlerweile auch verändert. So gewähren sie bei einigen Produkten eine so genannte Höchststandsicherung. Durch eine regelmäßige Überprüfung, beispielsweise jeden Monat, werden die Anteilswerte analysiert. Erreichen die Fondsanteile hierbei einen neuen Höchststand, im Vergleich zur Ausgabe der Anteile, dann wird die Auszahlung dieses Kurswertes garantiert.
 
Nachteil für Anleger
 
Wie zu Beginn erwähnt, ist das Konzept der Garantie für Anleger zwar etwas beruhigend, doch in der Praxis zeigt sich, dass dadurch auch Renditechancen verpasst werden. Durch die Garantie können die Fonds positive Entwicklungen am Aktienmarkt nicht ausreichend mitnehmen. Auf der anderen Seite würde man bei fallenden Börsen aber mit einem herkömmlichen Mix aus Aktien und Anleihen oftmals die gleiche Rendite wie bei einem Garantiefonds erzielen. Zudem sollte man nicht vergessen, dass man langfristig gesehen Kursschwankungen aushalten kann, da es an der dauerhaft steigenden Entwicklung der Börsen nach oben nichts ändert - zumindest zeigt dies die bisherige Historie der Aktienmärkte.

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