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Freitag, den 01. Mai 2015

Deutsche Anleger investieren hauptsächlich in der Heimat

14.09.2010 - Deutsche Anleger investieren hauptsächlich in der Heimat


Deutsche Anleger investieren hauptsächlich in der Heimat

Nicht nur um Reisebereich sind die Deutschen aktuell sehr heimatverbunden, denn ein solcher Trend lässt sich nach der großen Finanz- und Wirtschaftskrise offenbar auch im Bereich der Geldanlage beobachten, wie eine Studie der Fondsgesellschaft Schroders ergab. Diese ergab nämlich, dass ca. 80% aller deutschen Anleger lieber im eigenen Land investieren und nur 3 von 10 Anlegern ins europäische Ausland schauen, wenn es um eine neue Investition geht. In Wachstumsmärkte wie beispielsweise China zieht es offenbar gerade einmal 3% der über 1.000 Befragten, wobei hier oftmals wider besseres Wissen gehandelt wird, denn über die Hälfte gab China als einen der Wachstumsmärkte der Zukunft aus.

Der Home Bias greift um sich – Anleger verschenken Renditepotenzial

Die Heimatorientierung von Anlegern wird in der Kapitalmarktforschung als Home Bias beschrieben, wobei die Anleger offenbar vor allem das Währungsrisiko scheuen, welches mit einer Geldanlage außerhalb Europas zwangsläufig verknüpft ist. Ein weiterer Punkt besteht darin, dass sich über hiesige Geldanlagemöglichkeiten wesentlich leichter Informationen beschaffen lassen, da Sprachhürden wegfallen. Durch den Home Bias ergeben sich allerdings einige Probleme, die wesentlich schwerwiegender sind, denn eine einseitige Orientierung verhindert eine gute Diversifikation, was wiederum das Ausfallrisiko enorm steigern kann. Ein weiteres Problem stellt das Renditepotenzial dar, denn wer die neuen Wachstumsmärkte missachtet, verschenkt mögliche Gewinne.

Anleger müssen nach Expertenmeinung Informationsdefizite abbauen

Achim Küssner, Sprecher der Geschäftsführung von Schroder Investment Management für Deutschland, Österreich und die Benelux-Länder, ist der Meinung, dass die Finanzbranche den Anlegern die richtigen Informationen zur Verfügung stellen muss, damit diese ihre Vorbehalte abbauen können. Nach Ansicht von Riklef von Schüssler, geschäftsführender Partner beim Vermögensverwalter Feri Family Trust, spielen zudem auch psychologische Gründe eine wichtige Rolle, denn man meidet die Wachstumsmärkte auch aufgrund von Krisen in der Vergangenheit, bei denen nicht wenige Anleger letztlich große Teile ihres Kapitals verloren haben. Hans- Jörg Naumer, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei Allianz Global Investors, appelliert zudem an die Anleger, sich auch die demographische Entwicklung in den Wachstumsmärkten anzuschauen, denn dort leben viel mehr junge Menschen, so dass die Wirtschaft dort auch zukünftig ein starkes Potenzial aufweist. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Anleger in Deutschland längerfristig auch die Wachstumsmärkte in ihre Entscheidungen mit einbeziehen und wie die lenkende Wirkung der Anlageberatung diesbezüglich aussehen wird.

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