Sie sind hier: geldanlage-anbieter.de > News
Dienstag, den 28. April 2015

Schuldenkrise in Irland bringt Euro in Bedrängnis

15.11.2010 - Schuldenkrise in Irland bringt Euro in Bedrängnis


Schuldenkrise in Irland bringt Euro in Bedrängnis

Viele Anleger waren der Meinung, dass mit dem Fall Griechenland und dem Euro-Rettungsschirm die Schuldenkrise innerhalb der EU bewältigt werden konnte. Dies erweist sich nun leider als folgenschwerer Irrtum, denn auch wenn noch nichts fest steht, gehen Experten allgemein davon aus, dass Irland in naher Zukunft einen Antrag auf EU-Hilfen stellen wird, zumal die die Risikoaufschläge für irische Staatsanleihen mit 6,84% einen neuen Höchststand erreicht haben. Man führt diese Vermutung darauf zurück, dass Vertreter der irischen Regierung einen Antrag auf Hilfen nicht mehr kategorisch ausschließen, sondern sich diese Tür mittlerweile offen halten. Der Eurokurs quittierte diese Entwicklung am Montagvormittag mit einem weiteren Absinken auf 1,3645 US-Dollar, nachdem der Referenzkurs der EZB am Freitag noch bei 1,3711 Dollar gelegen hatte.

Offenbar politisches Interesse an einer Hilfsaktion für Irland

Da auch Kurse der Staatsanleihen von anderen schuldengefährdeten Euro-Staaten wie Spanien, Griechenland oder Portugal im Zuge dieser Neuigkeiten weiter verloren haben, scheint es offenbar politisches Interesse an einer Hilfskation für Irland zu geben. Nach Ansicht von Kenneth Broux, Chefstratege bei Lloyds TSB könnte dies vor allem für Staaten interessant sein, die auf dem Kapitalmarkt in diesem Jahr noch Geld aufnehmen müssen, da eine Hilfsaktion die Märkte für Staatsanleihen durchaus beruhigen könne. Somit sei es durchaus möglich, dass der politische Druck auf die irische Regierung wachse, sich um Hilfen aus dem EU-Rettungsschirm zu bemühen.

Ein schnelles Eingreifen würde auch dem Euro zu Gute kommen

An den Devisenmärkten reichen Spekulationen, um massive Kurseinbrüche von Währungen einzuleiten. Aus diesem Grund ist es sehr sinnvoll, möglichst bald eine Hilfsaktion für Irland einzuleiten, um mit Taten einer langen Phase von Unwissenheit und Angst entgegen zu treten. Es bleibt nun abzuwarten, ob alle Beteiligten bereit sind, schnell zu handeln oder ob es letztlich doch wieder um längeres Taktieren geht, was unter dem Strich mehr Schaden anrichtet, als es nützt. Für den Eurokurs wären Gewissheit für die Anleger und ein schnelles Ende der negativen Schlagzeilen auf jeden Fall förderlich.

Anzeigen




Geldanlage-Ratgeber


Fordern Sie unseren kostenlosen Geldanlage
-Ratgeber mit zahlreichen Tipps zur Geldanlage an und bleiben Sie monatlich mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Anmelden
Abmelden
abonnieren!