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Dienstag, den 28. April 2015

Verbraucherzentrale warnt Fondsinhaber vor Kaufangeboten

15.11.2010 - Verbraucherzentrale warnt Fondsinhaber vor Kaufangeboten


Verbraucherzentrale warnt Fondsinhaber vor Kaufangeboten

Momentan sieht die Situation bei den offenen Immobilienfonds nicht wirklich rosig aus. Immer mehr offene Immobilienfonds mussten vorübergehend geschlossen werden. Für den Fondsinhaber bedeutet dies, er kann in diesen Zeitraum seine Fondsanteile nicht an die Fondsgesellschaft zurückgeben. Drei Gesellschaften haben in der letzten Woche sogar die Auflösung ihr Immobilienfonds bekannt gegeben. Dazu gehört auch der Immobilienfonds Degi Europa.
Kein Wunder, dass viele private Anleger um ihre Ersparnisse besorgt sind. Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor Firmen, die sich diese Angst der Fondsinhaber zunutze machen, um dadurch Profit zu erzielen. Die Anleger sollten deshalb vor unseriösen Kaufangeboten für ihre Fondsanteile auf der Hut sein.
Umtausch statt Kauf
In einem konkreten Fall hatte das Unternehmen GE & F Capital UG ein Angebot veröffentlicht, wonach jeder Fondsinhaber von Degi Europa 39 Euro pro Fondsanteil erhalten sollte. Dieser Preis würde eigentlich deutlich über dem momentan zu erzielenden Kaufpreis liegen. Denn die Fondsanteile können aktuell ja nicht an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden, und stattdessen nur mit Abschlägen über die Börse verkauft werden.
Wenn man bei diesem Angebot jedoch genauer hinsieht, wird schnell deutlich, wo hier der Haken für den Anleger ist. Der Kaufpreis in Höhe von 39 Euro soll nämlich nicht an die Fondsinhaber ausgezahlt werden. Stattdessen sollen sie im Ausgleich für jeweils einen Fondsanteil zehn Aktien der Firma SPV AG & Co. KGaA erhalten. Da für jede Aktie ein Wert von 3,90 Euro vorgegeben wird, errechnet sich dadurch der Angebotspreis in Höhe von 39 Euro je Fondsanteil.
Das große Problem besteht dabei darin, dass diese Aktien nicht an der Börse notiert sind und sich daher nur schwer verkaufen lassen. Es handelt sich also weniger um einen Verkauf der Fondsanteile als vielmehr um einen Umtausch gegen Aktien. Der Anleger erhält also letztlich nur Aktien von einem Unternehmen, von dem äußerst fraglich ist, ob es jemals Gewinne erzielen wird. Denn das weitgehend unbekannte Unternehmen hat in den letzten beiden Jahren nur Verluste erwirtschaften können.
Fondsanteile halten oder an der Börse verkaufen
Dies ist nicht der erste Fall, in dem ein zwielichtiges Unternehmen versucht hat, die Verunsicherung der Fondsinhaber auszunutzen, um daraus Profit zu schlagen. Die Verbraucherzentrale rät deshalb zur Vorsicht bei allen Offerten, bei denen die Fondsanteile gegen Aktien einer nicht börsennotierten Firma getauscht werden sollen. Für alle Fondsinhaber, deren Kapital momentan in einem offenen Immobilienfonds feststeckt, bleiben somit letztlich nur zwei seriöse Handlungsalternativen. Entweder die Fondsanteile weiterhin halten oder sie mit Abschlägen über die Börse veräußern.

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