Sie sind hier: geldanlage-anbieter.de > News
Freitag, den 01. Mai 2015

Zinsdilemma – warten, tauschen oder anlegen?

15.03.2011 - Zinsdilemma – warten, tauschen oder anlegen?


Zinsdilemma – warten, tauschen oder anlegen?

Um auf einen grünen Zweig zu kommen, müssen Anleger derzeit gewaltig jonglieren. Wirklich hohe Renditen bietet der Markt aktuell nicht, wenn die Anlagestrategie eher vorsichtig und risikoarm formuliert wurde. Schon für ein klein wenig mehr Gewinn muss genau gerechnet werden, ob es sich tatsächlich lohnt – insbesondere bei Geldanlagen , die langfristig kalkuliert sind. Bestes Beispiel dafür sind derzeit die Bundesschatzbriefe. Wie die Stiftung Warentest mitteilt, lohnt sich es unter Umständen, ältere „Schätzchen“ demnächst gegen die besser verzinsten, neuen Papiere zu tauschen.
Rendite steigt um bis zu 0,84 Prozent p.a.
Dieser Schritt ist bei Bundesschatzbriefen durchaus möglich, allerdings nur in einem fest umrissenen Rahmen. Mehr als 5.000 Euro pro Monat und Serie sind nicht erlaubt. Wer einen höheren Betrag investiert hat, muss sich also gedulden und in mehreren Etappen vorgehen. Interessant ist der Umtausch aus Sicht der Stiftung Warentest vor allem für Sparer, die auf den Typ B gesetzt haben. Hier werden die Zinsen gesammelt und am Ende der Laufzeit von sieben Jahren ausgezahlt. Nach Stand der Dinge (Mitte März 2011), würde der Tausch eine um bis zu 0,84 Prozent p.a. höhere Rendite bringen. Bei Papieren des Typs A – jährliche Zinszahlung – sind es im Höchstfall 0,77 Prozent mehr pro anno.
Lange Laufzeiten beachten
Rein von den Zahlen her ein durchaus lukrativer Tipp, wäre da nicht ein „Aber“. Denn mit dem Tausch beginnt die Laufzeit von vorne. Sprich, die Bundesschatzbriefe laufen wieder sechs bzw. sieben Jahre. Ob sich die Geldanlage über einen derart langen Zeitraum wirklich rentiert, ist fraglich. Steigen die Zinsen, dauert es eine gewisse Zeit, bis erneut reagiert werden kann. Mindestens ein Jahr lang wäre man auf die Verzinsung der Bundesschatzbriefe festgelegt. Ein ähnliches Dilemma besteht im Moment bei Festgeld . Hohe Zinsen gibt es nur bei langen Laufzeiten. Das Risiko, bei steigenden Zinsen später außen vor zu bleiben, ist relativ groß.
Tagesgeld-Lockangebote
Um dieser Zwickmühle zu entgehen, ist es sinnvoll, die Geldanlage nicht nur lang-, sondern auch kurzfristig zu planen. Dazu bietet sich das Tagesgeldkonto an. Doch auch hier lauern Fallen, so die Stiftung Warentest. Viele der Angebote, die mit hohen Zinsen aufwarten, seien reine Lockangebote. In der Regel greifen die Konditionen nur sechs Monate, maximal ein Jahr. Danach gelten dann Zinsen jenseits von Gut und Böse. Aus 2,1 Prozent p.a. werden dann binnen kürzester Zeit nur noch 0,5 Prozent p.a. – so eines der Beispiele. Eine Überlegung wert sind derlei Angebote nur, wenn man bereit ist, regelmäßig den Tagesgeldanbieter zu wechseln. Ansonsten gilt, gerade in Niedrigzinsphasen: Dauerhaft gute Rahmenbedingungen sind die bessere Wahl.

Anzeigen




Geldanlage-Ratgeber


Fordern Sie unseren kostenlosen Geldanlage
-Ratgeber mit zahlreichen Tipps zur Geldanlage an und bleiben Sie monatlich mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Anmelden
Abmelden
abonnieren!